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Sozialversicherungspflichtige Jobs statt Alg II

Eine interessante Berechnung stellt GALIDA, die Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt, vor. Man hat einfach alle monet?ren Komponenten des Arbeitslosengeldes II zusammengefasst und versucht, aus diesem Pott eine sozialversicherungspflichtige T?tigkeit zu finanzieren. Damit wurde der psychologisch-menschlich viel h?here Wert einer lebenslauff?higen Besch?ftigung in den Focus ger?ckt. Das Modell l?st zwar nicht die eigentlichen Probleme, w?rde aber die unausweichlichen unmenschlichen Folgen der Hartz-Gesetzgebung vermeiden und entlarvt ?berdeutlich die Perspektivlosigkeit der aktuellen politischen Akteure!

Frankfurter Rundschau vom 06. September 2005
Von Gert Blumenstock

Alternative zu Ein-Euro-Jobs
Galida will staatliche Ausgaben f?r Arbeitslose umschichten

Die gewerkschaftsnahe Arbeitsloseninitiative Galida hat ein Rechenmodell entwickelt, wie Ein-Euro-Jobs ohne zus?tzliche Ausgaben f?r den Staat in regul?re Stellen umgewandelt werden k?nnten.

Darmstadt ? "Mit denselben Kosten, die ein Empf?nger des Arbeitslosengeldes II eh" verursacht, k?nnten sozialversicherungspflichtige Arbeitspl?tze geschaffen werden", sagte Galida-Sprecher Helmut Angelbeck am Montag. Grundlage des Rechenmodells ist ein allein stehender Empf?nger des neuen Arbeitslosengeldes (Alg II) mit einem Ein-Euro-Job. Galida addiert die einzelnen Betr?ge, die der Staat f?r ihn aufbringt, und kommt auf einen Betrag von 1303 Euro pro Monat. In dieser Summe enthalten sind der Alg II-Regelsatz (345 Euro), Miete (340), Heizungskosten (40), Kranken- und Pflegeversicherung (140) und Rentenversicherung (78).

Hinzu kommen die Ausgaben f?r den Ein-Euro-Job: Der Arbeitslose erh?lt 180 Euro, den gleichen Betrag kassiert der Tr?ger der Ma?nahme als Aufwandsentsch?digung f?r seine Verwaltungskosten. Das Rechenbeispiel bezieht sich auf die Regelungen in Darmstadt. "Wir haben seri?s gerechnet. Man kann uns nicht vorwerfen, immer den H?chstsatz genommen zu haben", sagte Galida-Mitarbeiter Bastian Ripper. Der Sozialp?dagoge verwies auf einen aus seiner Sicht gravierenden Nachteil der Ein-Euro-Jobs: "Man kann mit ihnen im Lebenslauf nichts anfangen." Die psychologische Wirkung auf die Betroffen sei immens. "Den Ein-Euro-Jobbern geht es oft richtig schlecht. Das wissen wir aus unseren Beratungen."

Die Initiative schl?gt deshalb vor, dass die 1303 Euro staatliche Subvention f?r regul?re Jobs ausgeben werden - etwa in der Altenpflege, der Kinderbetreuung oder im Umweltschutz. Die neuen Stellen sollen der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Besch?ftige h?tten 914 Euro netto Vereine oder Initiativen, die einen Alg-II-Empf?nger einstellen wollen, sollen nach dem Vorschlag von Galida 200 Euro pro Monat auf den Basisbetrag von 1303 Euro zuzahlen. Damit sollen Mitnahmeeffekte oder Missbrauch verhindert werden, wie Ripper erl?uterte. Insgesamt stehen dann 1503 Euro zur Verf?gung. Nach den Zahlen von Galida l?sst sich damit eine 32-Stunden-Woche mit einem Stundenlohn von neun Euro samt Sozialabgaben und Steuern finanzieren.
Der Arbeitnehmer verdiene 914 Euro netto und erhalte dadurch etwa zehn Euro mehr als durch Alg II und Ein-Euro-Job. "Es geht nicht darum , mehr zu verdienen", sagte Ripper. Das regul?re Arbeitsverh?ltnis auf dem ersten Arbeitmarkt erh?he die Chancen, in einen nicht-subventionierten Job zu wechseln. "Mit diesem Rechenmodell kommen wir aus der Ecke raus, dass wir nur nein sagen k?nnen", so Angelbeck. Er r?umte ein, dass Galida der ?ffentlichkeit bislang vor allem durch Aktionen aufgefallen sei.
3.1.06 21:53
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag, Sozialticket 2018 - Schwarzfahren für Gerechtigkeit geht ins 10. Jahr


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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


apollon / Website (7.1.06 10:46)
Wenn diese Zahlen stimmen, wovon ich ausgehe, wäre das wohl wirklich eine gute Sache. Ich teile die zugrundeliegenden Ansichten, dass es für die meisten Menschen wohl darum geht, einen regulären Job im 1. Arbeitsmarkt "wiederzufinden" und nicht dem Staat auf der Tasche zu liegen. Leider gibt es aber auch die anderen, die ich schon sagen höre: "Für 10 € mehr strenge ich mich nicht an". Das gehört, glaube ich auch zur Realität - und sicher nicht nur bei uns in Deutschland.

Trotzdem halte ich von einem solchen Modell mehr als von Kombilöhnen, die, am Ende nur eine auf Dauer angelegte Subvention von Arbeitslosigkeit darstellen. Außerdem sind mir die Vorstellungen unserer Politiker (auch die von Herrn Sinn) in dieser Hinsicht nicht detailliert genug.


Manfred / Website (7.1.06 12:42)
Hans-Werner Sinn ist der Ansicht, dass uns der Kapitalismus vor die Wand fährt. Ich habe darüber eine kleine Analyse geschrieben.

Kaum ein Mensch liegt dem Staat aus freien Stücken auf der Tasche. Manch einer richtet sich zwar durchaus dauerhaft in der Arbeitslosigkeit ein. Aber was sollen 6,5 Millionen Arbeitslose (die übrig bleiben, wenn man die 500.000 offenen Stellen verrechnet) auch anderes machen??

Einen "regulären Job 'wiederzufinden'", sollte kein Selbstzweck sein. Wir leben nicht erst dann, wenn wir im aktuellen Sinne des Wortes "arbeiten". Viele Arbeitsplätze sind völlig sinnlos (KassiererInnen, Leute bei Call Centern, der Agentur für Arbeit, den BAföG-Ämtern, den Banken und Versicherungen etc.). Warum arbeiten sie nicht etwas Sinnvolles, auf jeden Fall aber weniger??


Alrik (7.1.06 16:42)
Wir leben erst dann, wenn wir uns Herausforderungen stellen, unsere Fähigkeiten nutzen und soziale Kontakte haben.

Und solange das möglich ist, sind auch Jobs als Kassierer, Call Center Agent, auf Ämtern ect nicht sinnlos.

Oh, und mit den richtigen Kollegen, Chefs und Kunden kann arbeit sogar Spaß machen.
Warum also weniger arbeiten, damit man dann mehr zuhause vor dem PC rumhocken kann, seine Fähigkeiten einrosten lässt, kein Spaß und keine sozialen Kontakte hat ?


Manfred / Website (7.1.06 21:40)
Hallo, Alrik! Aus welcher Ecke kommst Du denn? Nicht dass Du Unrecht hättest, aber a) ist es so schon nicht die Aufgabe der unternehmen, Arbeitsplätze zu schaffen, und aus Gründen der Geselligkeit noch viel weniger und b) musst Du schleunigst lernen, zwischen Arbeit und Erwerbsarbeit zu unterscheiden, weil Du Dir andernfalls das Mitdiskutieren gerade schenken kannst. Weniger arbeiten bedeutet in erster Linie mehr soziale Kontakte - in der Gartenkolonie, in Wohnprojekten, bei der Hilfe in Kindergärten, Schulen und Universitäten, im Recyclingschuppen etc. Und diese Kontakte sind darüber hinaus nicht synthetischer Natur, sondern selbstbestimmt und frei. Die Website, die Dir die Augen öffnen könnte, heißt 5-Stunden-Woche.de!


Alrik (8.1.06 17:11)
Aus welcher Ecke ich komm ?
Aus der Realistischen:

CYNIC, n.
A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.
(Hence the custom among the Scythians of plucking out a cynic’s eyes to improve his vision.)

Aufgaben eines Unternehmens ist es, Dienste und Waren anzubieten für die ein Bedarf besteht.
Die Unternehmen möglichst effektiv mit den dazu nötigen Ressourcen umgehen, egal ob es dabei um Rohstoffe, Energie, menschliche Arbeit oder Kapital geht.

Warum muß ich zwischen Arbeit und Erwerbsarbeit uinterscheiden ?
Weil Erwerbsarbeit Scheiße ist, kein Spaß machen darf und nur Arbeit in der Gartenkolonie, Schulen, Universitäten Wohnprojekten gute Arbeit ist ?


Manfred / Website (8.1.06 18:08)
Wer die Welt nur so ansieht, wie sie ist, der wird natürlich auf Dauer verrückt

Die Gleichstellung der Ressourcen Rohstoffe und Energie mit der menschlichen Arbeitskraft betreffend, empfehle ich Dir die dringende Lektüre des Artikels Arbeiter sind keine Artischocken!!!

Die Frage ist nicht, inwieweit Du ordentlich zwischen Arbeit und Erwerbsarbeit unterscheidest (auch ich würde darin keinen sonderlichen Unterschied ausmachen können), sondern inwieweit die Gesellschaft unterscheidet. Und da gibt es zwischen einem Ackermann oder einer Merkel und einer Hausfrau am Herd oder dem ehrenamtlich aktiven Pensionär doch wohl einen himmelweiten Unterschied, oder??!!!


Daniel / Website (8.1.06 23:20)
@Manfred:

Alrik ist Stamm-Jubelperser bei PIPI und "Aus Fiktionen sollen Fakten werden". Damit dürfte die Frage beantwortet sein, aus welcher Ecke er kommt und was man von ihm zu erwarten hat

MfG

Daniel


Manfred / Website (9.1.06 09:44)
Dass der nicht aus der realistischen Ecke, sondern aus seiner ganz eigenen Alptraumwelt kommt, in die er sich so richtig kuschelig eingeigelt hat, ist mir schon klar. Ich würde ihn aber (noch) nicht unbedingt verunglimpfen, solange er sich hier lediglich als Verblendeter offenbart, der Erkenntnissen gegenüber gerade noch empfänglich ist - insbesondere natürlich gegenüber der Haupterkenntnis des Lemmingvolks: die Welt lässt sich sehr wohl verändern - sie ist das Produkt menschlicher, humaner Gestaltungskraft!

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