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Fette Chefs

Manche Chefs sind nicht nur einfach dreist - manche suhlen sich förmlich in ihrer Maßlosigkeit! Im Artikel "Gehalt verdreifacht" im Fachmagazin für Maßlosigkeit, dem "manager magazin", werden aus dem Geschäftsbericht der Commerzbank die Bezüge des Vorstandschefs Klaus-Peter Müller extrahiert und mit 3,04 Millionen Euro beziffert - "knapp drei Mal so viel wie im Vorjahr". "Im Vergleich zu Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nimmt sich Müllers Gehalt jedoch bescheiden aus: Der Schweizer verdiente mit 11,9 Millionen Euro knapp vier Mal so viel", lügt das "manager-magazin". So viel verdient kein Mensch! Das kann man mit einem einfachen Vergleich verifizieren. Von dem Geld, das allein diese zwei Männer im Jahr einsacken, könnte man 3608 Langzeitarbeitslosen ein ganzes Jahr lang den vollen Regelsatz des Arbeitslosengeldes II überweisen! Immer noch 1245 Langzeitarbeitslose hätte man mit einem Tausender im Monat ein Jahr lang notdürftig am soziokulturellen Existenzminimum halten können. 373 und ein halb Menschen wie mir hätte ein bescheidenes Jahresgehalt gezahlt werden können.
24.5.06 09:01
 
Letzte Einträge: Politik wird immer schwieriger, Eine merkwürdige Buchhandlung, Ostermann ist so blond, Deichkind hats begriffen, Drei Jahre Schwarzfahren für Gerechtigkeit, Der kann richtig dichten


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


bembelkandidat / Website (25.5.06 04:19)
ich will auch das bescheidene jahresgehalt...


bloggnjus / Website (25.5.06 19:39)
Ich auch, wenn möglich bitte mit 4-facher Erhöhung


Manfred / Website (27.5.06 01:05)
Hat da etwa jemand nachgerechnet? Entnehme ich den Kommentaren etwa einen Hauch von Kritik? In zweierlei Hinsicht unberechtigt: 1.) Ich bin für die Gleichheit der Menschen. Solange jeder genug hat, muss ich sicher nicht mehr verdienen als die Putzfrau - im übrigen bin ich dafür, dass auch Manager, Wissenschaftler und Politiker ihren Arbeitsplatz selbst putzen, schön reihum 2.) Nach systemimmanenten Bemessungsgrundlagen liege ich mit 40.000 p.a. tatsächlich nicht gerade im hohen Bereich, da ich als 36-jähriger Akademiker mit vielen Zusatzqualifikationen (und gerade weiter erworbenen Zusatzqualis) und unter Berücksichtigung der Euro-Umstellung sogar noch mehr verlangen müsste. Dass ich auch mit den bescheidenen Ansprüchen keinen Job finde (zur Erinnerung: ich bin arbeitslos!), entlarvt das System als eines mit einer eingebauten Abwärtsspirale. Für mich nicht so schlimm - todbringend schlimm für andere Mitmenschen!


fettischch / Website (27.5.06 13:24)
Beim DGB-Bundeskongress zeigten Merkel und Müntefering sich einig: Ein Mindestlohn von 3,50 Euro sei allemal genug für die notorischen Hungerleider im Lande.
Weitere Infos und Poster (bitte verbreiten wenn möglich!) bei Fettisch.de!
Merkel & Müntefering: 3,50 reicht für's Pack!

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