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August-Wahnsinn

Schon am 12. August brachte die NETZEITUNG ein Interview mit dem Pr?sidenten des Deutschen Instituts f?r Wirtschaftsforschung (DIW), Professor Dr. Klaus F. Zimmermann, in dem er ganz klar zum Ausdruck brachte, was andere lediglich bef?rchten: "Die Globalisierung fordert ein gr??eres Gef?lle zwischen Arm und Reich" Die neoliberale Gleichschaltung des DIW kommentiert Albrecht M?ller auf seinen NachDenkSeiten. Dieses Interview ist ihm m?glicherweise genauso entgangen wie mir, denn allein der Titel w?re ein gefundenes Fressen f?r ihn gewesen. Die ma?los naive Personifizierung der Globalisierung ist eigentlich einen Cartoon wert!

Gem?? dem neoliberalen Expose verleugnet nat?rlich auch Zimmermann jede Alternative zur Agenda 2010. Globalisierung ist demnach eine Schiene, die der Zug der Entwicklung einfach abfahren muss; das Tempo ist variabel, nicht aber das Ziel: "Umverteilung - zum Beispiel durch Transferleistungen - ist im Rahmen der Globalisierung nur in einem geringen Umfang m?glich. Der Sozialstaat wird nicht verschwinden, aber es wird eine Angleichung auf einem niedrigeren Niveau stattfinden."

Besonders bedauerlich an dem Interview ist, dass so eine gequirlte Kacke herauskommen kann, obwohl die NETZEITUNG (Marcus Gatzke und Markus Scheffler) durchaus die richtigen Fragen stellte: "Wird der Standort Deutschland nicht schlecht geredet? Fast jeden Abend diskutieren in den Talkshows die immer gleichen G?ste mit immer gleichen Worth?lsen ?ber die Krise in Deutschland."

Besonders erkenntnisreich sind diese Aspekte:
Netzeitung: Unter Hartz steht derjenige besser da, der sein Leben lang sein ganzes Geld ausgegeben hat. B?rger, die etwas auf die hohe Kante gelegt haben, werden bestraft. Ist Hartz IV sozial gerecht?

Zimmermann: Wir wollen nat?rlich, das die Menschen sparen und f?r das Alter vorsorgen. In diesem Sinne erscheinen alle Ma?nahmen, die an der Bed?rftigkeit ansetzen, als nicht gerecht, weil sie den belohnen, der f?r die Gegenwart lebt.

Je h?her die Freigrenzen sind, desto geringer ist aber der Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen. Zudem sollen mit den Reformen ja auch die sozialen Sicherungssysteme entlastet werden. Denn es muss auch gefragt werden, wer das alles bezahlt: Zum einen nat?rlich der Arbeitslose selber, weil er auch aufgrund der hohen Kosten f?r die Sicherungssysteme seinen Job verloren hat. Zum anderen aber auch die Arbeitnehmer, die mit einer steigenden Schere zwischen Brutto- und Nettol?hnen bestraft werden.
Wir halten fest: Weil die Kosten f?r die Arbeitslosigkeitsabsicherung so hoch sind, wird man arbeitslos. - Ist es nicht eher so, dass die Kosten f?r die Arbeitslosigkeitsabsicherung so hoch sind, weil so viele Menschen arbeitslos sind? (Nur am Rande: Was ist eine "steigende Schere"?)
Netzeitung: Wir brauchen einen Niedriglohnsektor f?r die wachsende Zahl von gering qualifizierten und bessere Bedingungen f?r gut ausgebildete Arbeitskr?fte, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Globalisierung f?hrt also automatisch dazu, dass die Einkommensschere innerhalb einer Volkswirtschaft immer weiter aufgeht?

Zimmermann: Richtig. Wer versucht, das aufzuhalten - zu denen geh?ren wir auch ? hat ein Problem. Die gering qualifizierten bekommen einen zu hohen Lohn oder zu hohe Lohnersatzleistungen, und die gut ausgebildeten m?ssen dies mit h?heren Abgaben und Steuern bezahlen.

Die Spanne in der Waage zu halten, ist ein gesellschaftspolitischer Wert an sich. Nur in der Phase, in der wir uns zur Zeit befinden, fordert die Globalisierung ein gr??eres Gef?lle zwischen Arm und Reich in Deutschland.

Wenn wir uns dem Druck nicht beugen, schaffen wir mehr Arbeitslosigkeit im gering qualifizierten Bereich, und gleichzeitig wandern uns die qualifizierten Arbeitskr?fte ab. Unsere Wettbewerbsf?higkeit wird dadurch immer schlechter. (? ) Zudem sind die Bedingungen im Ausland f?r gut ausgebildete Leute schon jetzt oftmals besser als in Deutschland ? viele werden auswandern und tun dies schon heute.
Wir halten wieder fest: Die gering Qualifizierten werden immer mehr und m?ssen schlechter bezahlt werden oder sie m?ssen besser qualifiziert werden und mehr bekommen. Die qualifizierten Fachkr?fte aber wandern aus. Fragt sich nur, wohin sie auswandern und unter welchen Bedingungen. Die meisten dieser F?lle d?rften im Auftrag eines deutschen Konzerns in der Welt herumstromern, den V?lern der Gaststaaten denselben K?se weismachen und dort die einheimischen Geringqualifizierten klein halten und selbst die Rolle der Qualifizierten einnehmen, die mehr Geld bekommen m?ssen - damit sie nicht in die Heimat zur?ckkehren und dem Gastland dann nicht mehr zur Verf?gung st?nden!
Netzeitung: Die L?sung des Problems kann also nicht nur sein, einen Niedriglohnsektor f?r Langzeitarbeitslose zu schaffen. Wir brauchen auch viel mehr qualifizierte Arbeitskr?fte?

Zimmermann: Das ist richtig, wir haben ein doppeltes Problem. Wir haben zu wenig qualifizierte und zu viel unqualifizierte Arbeitskr?fte und die Schere wird k?nftig weiter aufgehen. Der Anteil derer, die schlecht ausgebildet sind, wird weiter deutlich zunehmen.
Danke, Herr Zimmermann, FDIK!
7.10.04 02:20
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag


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