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The Kite Runner, Review 1

Ich lasse mir gerade vom afghanisch-amerikanischen Schriftstellers Khaled Hosseini seinen Roman "The Kite Runner" (deutsch: "Drachenläufer") vorlesen und fand einige Stellen sehr beeindruckend und die Story gut dramatisiert. Besonders beeindruckend war die Ansicht, dass es laut Amirs Vater (lediglich als "Baba" bekannt) nur eine Sünde gäbe: Diebstahl (theft). Interessanterweise kommt der Diebstahl unserer Begriffswelt unter dieser Prämisse ohne Privateigentum aus, da nicht die Sache an sich gestohlen wird, sondern das Verfügungsrecht über diese Sache.

Allerdings kann ich die Konstruktion einiger Szenen nicht nachvollziehen:

Eine Schlüsselszene ist natürlich die Vergewaltigung Hassans durch den soziopathischen Assef, die Amir beobachtet, aus Feigheit aber nicht verhindert. Natürlich ist Amir weder stark noch mutig - aber muss man das unbedingt sein, wenn man seinen Feind von hinten mit heruntergelassenen Hosen im Arsch eines Hazara-Jungen antrifft und dessen Kumpane ihre Hosen zwar an, aber voll haben, während sie den Jungen festhalten (müssen)? Zumal wenn das Objekt der Begierde, der blaue Drachen, den Amir als letzten vom Himmel geholt hat und dessen Eroberung den ersehnten Stolz Babas bewirken würde, abseits des Geschehens unbeachtet am Boden liegt (und möglicherweise sogar der Drachen Assefs ist?)! Amir könnte sich den Drachen einfach schnappen und abhauen und damit nicht nur die Gewalttäter von seinem Freund weglocken, sondern obendrein den Drachen für sich selbst erobern, der ansonsten zwar vom Team Amir/Hassan, aber in Gestalt des besten Drachenläufers Hassan gefangen worden wäre. Amir könnte sich auch anschleichen und sich geradezu aussuchen, wen von den drei Gewalttätern er mit einem Stein niederschlagen möchte, bevor Hassan und er gemeinsam one on one gegen die verbleibenden zwei anzutreten hätten, wenn man sie (am besten die beiden Gorillas) nicht sogar mit "Arschficker!"-Rufen in die Flucht schlagen könnte. Wenn Amir sein schriftstellerisches Talent ausnutzen würde, könnte er sogar auf die Szenerie stolzieren und Assef (wohlgemerkt: mit heruntergelassenen Hosen!) in schönen Worten die unschöne Aussicht eröffnen, dass er seinen Eltern wohl eine Rechnung dafür ausstellen müsse, dass ihr Sohn Assef sich mit seinem, Amirs Diener Hassan sexuell vergnüge - ohne jede Erlaubnis und ohne jedes Schamgefühl inmitten von Kabul!

Ebensowenig kann ich verstehen, warum Amir das Geschenk von Assef auf der Party zu seinem 13. Geburtstag nicht sofort in seiner Gegenwart auspackt, sondern es erst irgendwo abseits als Hitler-Biographie identifiziert - und es dann auch noch wegwirft! Davon, dass er nicht in Gefahr kommen würde, vor Assef zugeben zu müssen, dass der ihm ein schönes, womöglich ehrlich erwünschtes Geschenk überreicht haben würde, war doch wohl sicher auszugehen; er hätte sich also unter keinen Umständen eine Blöße gegeben. Umgekehrt wären Assefs Eltern wohl vor Scham im Boden versunken und Baba hätte vielleicht einen schönen Tobsuchtsanfall hingelegt. Die Hitler-Biographie später noch als Waffe gegen Assef verwenden zu können, wäre davon unberührt geblieben, etwa in dieser Form: "Im Gegensatz zu Dir, Assef, wusste Hitler, wann er abzutreten hatte, und hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt!"

Ob sich irgendwann irgendein konkreter Hinweis darauf findet, dass "The Kite Runner" Teil der Kriegspropaganda gegen Afghanistan und andere Länder (Iran) wäre, die sich in die "ausgewählten Informationsfetzen [einreihe], die wir aus Afghanistan erhalten und die nützlich sind, um uns auf den Krieg einzuschwören", wage ich schon jetzt zu bezweifeln. Die Figur des (blonden!) Soziopathen Assef und der ungebrochene Stolz der Hazara nach Amirs feigen Verrat der Freundschaft mit Hassan sprechen dagegen, selbst wenn Khaled Hosseini ungewöhnlicherweise als "Neu-Autor gleich zum [US-]Präsidenten [George W. Bush] eingeladen" worden ist.
28.2.10 17:21
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag


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