Liebe Leute,
nach wie vor versauert der Antrag der GRÜNEN auf Einführung eines SozialPasses im Sozialausschuss. Schon zweimal wurde seither der Wucherpreis des Mainzer Sozialtickets noch weiter erhöht auf mittlerweile 52,50 Euro. Mittlerweile wird nicht einmal mehr die fortgesetzte Steigerung des Wucherpreises von den lokalen Zeitungen thematisiert, vom Skandal an sich, dem von Mainzer Sozialausweis-Berechtigten menschenwürdig
nicht einzulösenden Grundrecht auf Mobilität, ganz zu schweigen, erst recht vom Skandal im Skandal mit dem 9-Uhr-Monatsticket, das ein wenig kostengünstiger zu gestalten ist als das sogenannte Sozialticket, obwohl es mit (selbstverständlicher) S-Bahn-Benutzung, Mitnahmeregelung und Übertragbarkeit deutlich mehr bietet.
Am Mittwoch, den 25. Januar 2012, feiere ich ein unglaubliches Jubiläum: Seit nun schon drei Jahren nehme ich Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Mainz Wiesbaden (VMW) ohne Ticket in Anspruch, um die Gewährleistung des Grundrechts auf ein menschenwürdiges Existenzminimum (mit sozialer, kultureller und politischer Mindestteilhabe gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010)
für den Kreis aller Berechtigten einzufordern: Her mit dem SozialPass mit einem Mobilitätsanteil in Höhe von maximal 15 Euro!
Weil es viele Geschichten zu erzählen gibt -- von tapferen MitstreiterInnen und inkompetenten Kontrolleuren; vom Urteil des Amtsgerichts Mainz im gerichtlichen Mahnverfahren der ESWE Verkehr Gmbh, in dem der Richter die Aktion ignoriert, absurd persönliche Tipps für natürlich längst rechtskräftig abschlägig beschiedene Antragslösungen abgibt und mir/uns das Recht auf ein mit dem Grundrecht auf Mobilität korrespondierendes Sozialticket-Angebot abspricht; von den Kontrolleuren der MVG, die mich mittlerweile (überwiegend bewusst) häufiger nicht aufgeschrieben haben, als dass sie mir ein Schwarzfahrtenticket verpasst hätten; und last but not least vom bevorstehenden Strafverfahren beim Amtsgericht Wiesbaden, das schon bald zum Auslöser des Widerstandsfalls und damit eines Bürgerkriegs inmitten von Deutschland zu werden verspricht --, werde ich am Mittwoch bei einigen Ortsterminen die Gelegenheit bieten, dieser Erfahrungen teilhaftig zu werden:
um 11:00 Uhr am Neubrunnenplatz
um 12:30 Uhr am Kardinal-Volk-Platz
um 14:00 Uhr Am Brand und nach kurzer Busfahrt

um 15:30 Uhr am Hauptbahnhof
Liebe Leute,
das mit weitem Abstand auf Fluglärm, Hundesteuer oder Kürzungen am Staatstheater wichtigste Thema Mainzer Politik wird seit vielen Jahren vernachlässigt, obwohl es kurz davor steht, die Gesellschaft endgültig -- nämlich in Bürgerkriegsparteien! -- zu spalten. Morgen gebe ich den Journalisten die Gelegenheit, ihre Rückstände aufzuarbeiten und endlich angemessen zu berichten. Ich plane, denen bei jeder Gelegenheit durchgehend Rede und Antwort zu stehen und bin daher gespannt, ob jemand auftaucht!