so-zi-al

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Schwarzfahren
     Zwangsjacke
     Weblog
     Alltag
     Politik
     Web
     Sibirien

* mehr
     Peter Schlemihl
     Links

* Freunde
   
    anderswo.ist.nirgendwo

    followmearound
    - mehr Freunde

* Links
     NachDenkSeiten
     DIE LINKE.
     Grundeinkommen
     junge Welt
     Erwerbslosen Forum
     Die Überflüssigen
     Stephan Geues Machtdebatte
     Freitag
     Analyse & Kritik
     Sozialismus
     LabourNet
     Blätter für deutsche und internationale Politik
     Jungle World
     ngo-online
     Attac
     EXIT! online
     World Socialist Website
     Net News Global
     Linksruck
     LinksNet
     Zeit-Fragen
     Armut und Arbeitslosigkeit
     Somlus Welt
     Der Schockwellenreiter
     RSS-Feed
     RSS-Feed so-zi-al

* Letztes Feedback
   12.11.17 19:23
    very good, Are you conte
   13.11.17 13:14
    Thanks so much for the b
   13.11.17 18:18
    Im grateful for the arti
   14.11.17 01:57
    I think this is a real g
   14.11.17 07:03
    Thanks so much for the p
   15.11.17 02:01
    lose weight fast Here ar


Webnews







Diätenexplosion

Am Freitag, den 21. Februar 2014 haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine Erhöhung ihrer Diäten um rund zehn Prozent beschlossen. Ab Januar 2015 steigen die Bezüge um zwei mal 415 Euro auf 9082 Euro an. Mir klappte gleich die Kinnlade runter, weil der Betrag von 415 Euro von der Dimension des Eckregelbedarfs nach SGB II ("Hartz IV") in Höhe von derzeit 391 Euro ist. Leistungsberechtigte nach SGB II haben rund 400 Euro Alg 2 im Monat - und die Bundestagsabgeordneten erhöhen sich ihre Diäten - jeden Monat - um zwei Hartz-IV-Regelbedarfe??

Schweine!

Der "jungen Welt" ist das auch aufgefallen:
"Die Erhöhung sei 'angemessen', erklärte dazu der CDU-Abgeordnete Bernhard Kaster. Schließlich trügen die Parlamentarier eine 'große Verantwortung, viele leisteten 'Kärrnerarbeit'. Kasters Parteifreund, Thomas de Maizière, hatte am 11. Februar die Forderungen der Gewerkschaften für die diesjährige Tarifrunde im öffentlichen Dienst, als 'maßlos überzogen' zurückgewiesen. 'Niemand kann sich einen solchen Abschluß leisten', hatte der Innenminister getönt. Allerdings ging es dabei nicht um 830 Euro bzw. zehn Prozent, sondern um 100 Euro sowie darüber hinaus 3,5 Prozent Erhöhung der Bezüge der Beschäftigten. Deren derzeitige Gehälter liegen auch nicht bei 8000, sondern teilweise nur bei 2000 Euro, obwohl sie auch eine 'große Verantwortung' tragen und viele von ihnen, beispielsweise Altenpfleger und Krankenschwestern, 'Kärrnerarbeit' leisten. Ihnen dafür Löhne zu zahlen, von denen sie auch leben können, halten 'Volksvertreter' und Regierung für 'maßlos überzogen'.

Und das mit der einzigen schamlos gelogenen Begründung, daß sich 'niemand einen solchen Abschluß leisten kann'. Daraus entsteht selbstverständlich die naheliegende Frage, wieso und wie lange man sich noch 'Volksvertreter' leisten kann, die in feinster Selbstbedienungsmentalität ihre Diäten ins Unermeßliche schrauben, während sie jene, die sie vertreten sollen, auf Hungerdiät setzen.

Den Hartz-IV-Satz haben diese Leute auf 391 Euro monatlich für einen Erwachsenen festgelegt. Wahrscheinlich gehen die Damen und Herren Abgeordneten davon aus, daß die meisten ALG-II-Empfänger keine 'Kärrnerarbeit' leisten. Aber daß diese 391 Euro weniger als die Hälfte allein der Erhöhung der Bezüge sind, die die Politiker für sich selbst als notwendig zum Leben erachten, ist schon ein delikater Tatbestand. Übrigens bei weitem nicht der einzige, der den aktuellen Griff in die Goldschatulle so unverschämt erscheinen läßt. Erst gestern wurde die Meldung verbreitet, daß die Reallöhne in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent gesunken sind. Natürlich wird so getan, als sei das zufällig eben mal passiert. Dieses seit Jahren sich abwechselnde Absinken und Stagnieren der Reallöhne ist jedoch in Wirklichkeit Ergebnis der Wirtschaftspolitik dieses Landes, die in eben diesem Parlament beschlossen wird. Zwischen 2001 und 2009 war Deutschland das einzige EU-Land mit ständig sinkenden Reallöhnen. Die 'Volksvertreter' hatten das Volk im Bunde mit den Industrieverbänden auf 'Gürtel enger schnallen' gesetzt, damit die Exporte florieren. Inzwischen ist auch dieses Konzept exportiert worden. In zwölf der 28 EU-Staaten droht dieses Jahr ein Reallohnverlust. Da will man als Abgeordneter nicht reingerissen werden. Dann schon lieber 'Kärrnerarbeit' beim Zulangen. Geld stinkt nicht."

Sonst noch jemandem?
27.2.14 18:17
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung