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Merkels Ehemann auf Hartz IV

Nach Recherchen des SPIEGELs wurde Bundeskanzlerin Angela Merkels Ehemann, Prof. Joachim Sauer, auf Hartz IV gesetzt. Allerdings nicht etwa auf seinen Antrag hin vom Jobcenter Berlin, sondern quasi gezwungenermaßen von einem privaten Mäzen, der Friede Springer Stiftung.

Der Chemieprofessor an der Berliner Humboldt-Universität kassiert - zusätzlich zu seinen ohnehin schon üppigen Professorgenbezügen - jährlich 10.000 Euro für seine, wie es heißt, "Tätigkeit im Kuratorium der Friede Springer Stiftung". Joachim Sauer habe auf Anfrage mitgeteilt, seine Mitarbeit in der Stiftung erfolge "unabhängig von der Berufstätigkeit meiner Ehefrau".

10.000 Euro entspricht etwa dem Betrag, den ein alleinstehender Leistungsberechtigter nach dem SGB II ("Hartz IV") als Arbeitslosengeld II (also Regelbedarf plus Kosten der Unterkunft) pro Jahr erhält. Das alles kassiert Joachim Sauer also leistungslos (oder zumindest nahezu leistungslos, auf jeden Fall ohne Einschränkungen ehrenamtlicher Tätigkeit durch seinen Jobvermittler), ohne Anrechnung seines Einkommens und ohne Anrechnung des Einkommens seiner mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenlebenden Ehefrau!

Die Stiftungssatzung, die vom SPIEGEL gemeinsam mit der Plattform "Frag den Staat" ausgewertet wurde, sieht eine - auf Anfrage bestätigte - "Vergütung von 10.000 Euro jährlich" für Joachim Sauer vor. Der SPIEGEL bemerkt süffisant: "Seit die Stiftung im Januar 2011 ihre Arbeit aufgenommen hat, müsste Sauer demnach 50.000 Euro erhalten haben."

Besagter Satzung nach fördert die Friede Springer Stiftung Wissenschaftsprojekte. Dafür wurde sie von Friede Springer ("Bild", "Welt") mit einem Vermögen von 100 Millionen Euro ausgestattet. "'Herr Prof. Sauer ist nicht als der Ehemann der Bundeskanzlerin in dieses Gremium berufen worden, sondern als einer der namhaften Wissenschaftler, die in Berlin tätig sind', erklärt die Friede Springer Stiftung", schreibt der SPIEGEL in gewohnt oberflächlicher und obrigkeitshöriger Tonlage. Warum die bis dahin sauber recherchierte Story nicht tiefgründiger recherchiert wird, bleibt somit das Geheimnis des SPIEGELs. Dabei wäre es interessant zu erfahren, was Prof. Sauer als Wissenschaftler denn so "namhaft" macht, ob nicht die eheliche Verbindung zur Bundeskanzlerin zwecsk Steigerung der Stiftungsreputation leichtherzig in Kauf genommen wird, nach welchem Maßstab eine Aufwandsentschädigung für eine so nahezu aufwandslose ehrenamtliche Tätigkeit bemessen wurde und warum die Friede Springer Stiftung etwas "erklären" darf, ohne irgendetwas zu erklären!

Dass die "guten Beziehungen Friede Springers zur Kanzlerin" schon etwas besser sind, als dass man einfach nur über Eck bei der Bekanntschaft nach namhaften Wissenschaftlern gefragt hätte, werde von Dokumenten belegt, die das Kanzleramt auf Antrag des SPIEGELs freigegegeben habe. Darunter befänden sich eine Geburtstagseinladung und handschriftliche Briefe Springers. Da fragt man sich allerdings auch, wie eng die Beziehungen vom SPIEGEL zum Kanzleramt und von diesem zur Kanzlerin sein müssen, dass das Kanzleramt mal eben so private (?) Korrespondenz von Merkel herausgibt...
9.4.16 18:19
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag


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