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Preise und Geld

Für meine Tochter habe ich heute bei LIDL einen Schreibtisch geholt. Die Konstruktion zielt nicht wirklich auf Sechsjährige ab, der Preis aber ist exzellent auf meinen Hartz-IV-Geldbeutel abgestimmt: 39,99 Euro! LIDL hat derzeit Büro- und Schulartikel im Sortiment. Besonders herausragend ist die Packung mit 24 Bleistiften für 0,99 Euro! Zwei Dutzend Bleistifte für weniger als einen Euro!!! Ich finde es schon bemerkenswert, dass solche Artikel, die man früher nach dem aktuellen Bedarf einzeln gekauft hat, heute so billig sind, dass sich ein solcher Abverkauf gar nicht mehr lohnt. 10 oder 12 Bleistifte beim Euroshop zu bekommen, hat schon was von Schlaraffenland, finde ich; für 24 Bleistifte nicht einmal einen Euro hinlegen zu müssen, ist das Schlaraffenland!

Das bringt mich aber auch wieder zum Thema Geld. Wenn es so deutlich wird, dass wir den Preis unserer Waren des täglichen Bedarfs gar nicht mehr für die Ware selbst zahlen, sondern letztlich nur noch für die Dienstleistung des Händlers vor Ort, dann müsste doch eigentlich jeder auf den Trichter kommen können, dass wir Geld zu Steuerung dieses Marktsegmentes eigentlich gar nicht brauchen. Denn Arbeit in der Nachbarschaft - Verteilung, Dienstleistungen, Humanes - wird immer gebraucht und wird immer so menschlich wie irgend möglich nachgefragt. Warum sollten wir dieses Marktsegment durch Kostenerwägungen von handelnden Menschen befreien wollen? Warum sollten wir Menschen in nützliche und unnütze Menschen segregieren wollen? Und warum tun wir es???

Man könnte wenigstens den ersten Schritt gehen und schon mal Verrechnungsprozesse aus dem, was man Daseinsvorsorge nennt, herausdrängen. Beispielsweise durch den Gratis-ÖPNV, ein bedingungsloses Grundeinkommen, den kostenbefreiten Energiesockel (Strom, Heizung für ein nachfrageorientiertes Minimum) usw. Dann würde der irreführende Kostengedanke schon mal aus diesem unverzichtbaren Umsatzbereich ausgesperrt werden. Aktion, Leute!
25.8.08 21:49
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag, Alles Einstellungssache!, Wieder kein Sozialicket!


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Geschreibsel / Website (27.8.08 05:02)
Von mir aus sofort! Ich bin dabei!

Zumal wirklich gesellschaftlich wichtige Tätigkeiten entweder eh nicht entlohnt werden oder zu schecht. Stell sich mal einer vor jeder, wirklich jeder, würde konsequent gewinnmaximierend denken bei seinem Einkommen. Da würden ganze Bereiche nicht mehr mit Arbeitskraft versorgt werden - und die Gesellschaft zusammen brechen.

24 Bleistifte für 1€ ist irgendwie pervers. Mit dem Wert der Bleistifte hat der Preis da echt nix mehr zu tun. Aber Bleistiftproduzent würde ich bei so einem Preis auch nicht werden...


Manfred / Website (29.8.08 00:11)
Tja, das ist genau der Denkfehler, der verhindert, dass wir alle mal in uns gehen und das Ruder rumreißen. Der eine Euro für 24 Bleistifte sagt deutlich weniger über den Wert des Bleistiftes aus (der hat sich nämlich in den letzten 100 Jahren nicht wesentlich verändert), sondern vielmehr über den Wert unseres Geldes! Dementsprechend braucht der Bleistiftproduzent sich auch nicht über den scheinbaren Wert seiner Bleistifte aufzuregen. Er muss sich vielmehr darüber aufregen, dass nach Adam Riese sein Absatzmarkt insgesamt sehr begrenzt ist. Wenn er allen Schreibaktiven des Planeten eine solche 24-Stück-Packung verkauft hat, ist sein Geschäft auf viele Jahre hinaus am Ende, der Markt gesättigt. Dann kann er den Markt höchstens noch dadurch künstlich weiter verknappen, indem er Bleistifte mit Sollbruchstellen verkauft, aber das ist volkswirtschaftlich natürlich pervers. Aber bevor Du sagst, bevor sowas passiert, wird es doch Rückkopplungsmechanismen geben, die das verhindern, denkst Du besser noch mal nach. Warum noch gleich wurde erst die DVD-Technik verkauft, dann um HD DVD und blu ray gestritten, obwohl man längst an organischen Speicherkristallen und vielen anderen neuen Technologien arbeitet? Richtig: Um Märkte künstlich zu designen! Um mehrere Technologielevel durchzunudeln, obwohl ein Quantensprung es genauso getan hätte. Die Wirtschaft IST pervers - sie droht es nicht erst zu werden!


Geschreibsel / Website (4.9.08 23:01)
Mit dem letzten Satz haste in der Tat Recht.
Trotzdem ist auch das Verramschen von 24 Bleistiften für 1 € irgendwie pervers. Was hat denn überhaupt noch einen Wert.
Gut, Geld an sich ist ohnehin pervers, wahrscheinlich liegt da der Hund begraben. - und nu? *kopfkratz*

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