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Merrill Lynch präsentiert World Wealth Report 2006

Achim Küssner, ein Geschäftsführer bei Merrill Lynch, stellte die Ergebisse der Studie "World Wealth Report 2006" seines Unternehmens in Zusammenarbeit mit Capgemini vor, die sich mit den reichen Menschen der Welt befasst:
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Millionäre und Multimillionäre weltweit gestiegen. Die Unternehmensberatungen Merrill Lynch und Capgemini zählten dafür die Dollar-Millionäre. 8,7 Millionen Menschen hatten 2005 mehr als eine Million Dollar auf dem Konto. Das sind 6,5 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Die Anzahl der Multimillionäre ist sogar noch schneller gestiegen, in einem Jahr um 10 Prozent. Weltweit gab es 85.400 Multimillionäre. Allerdings berücksichtigte die Rechnung der Unternehmensberatungen nur das Finanzvermögen und nicht Wohnungen oder Häuser.

Die meisten neuen Millionäre kommen aus Südkorea, Indien, Russland und Südafrika. Die höchste Gesamtzahl an Millionären weisen dagegen die USA und Kanada auf. In Deutschland geht die Entwicklung nur langsam voran. Die Zahl der Millionäre ist um 0,9 Prozent gestiegen. Damit lebten im vergangenen Jahr 767.000 Dollarmillionäre in Deutschland.
Zitat aus der WELT
Die Diktion der Präsentation und damit auch die der Artikel bei der WELT, in die die Pressemitteilung von Merrill Lynch vermutlich unverändert einging, ist so grauenhaft feudalistisch, dass einem die Galle hochkommen könnte.

So heißt es z.B.:
Achim Küssner von Merrill Lynch macht unter anderem das komplizierte deutsche Steuersystem für die geringe Steigerung verantwortlich. Aber auch der überregulierte Arbeitsmarkt und das mangelnde Vertrauen der Verbraucher hätten die Entwicklung gehemmt.

Hier wurden 2005 insgesamt 767 000 Dollar-Millionäre ohne Berücksichtigung selbstbewohnter Immobilien gezählt. Damit erhöhte sich die Zahl gegenüber 2004 lediglich um 0,9 Prozent. Schuld an dieser Entwicklung seien unter anderem die flaue Konjunktur und das komplizierte Steuersystem hierzulande, so Achim Küssner, Geschäftsführer bei Merrill Lynch.

Die Folgen sind gravierend. Europa bildet nicht nur beim Anstieg der Millionäre im internationalen Vergleich das Schlußlicht, auch bei der Mehrung des Vermögens steht Europa an letzter Stelle. So wuchs die Zahl wohlhabender Investoren 2005 lediglich um 4,5 Prozent. Das Vermögen erhöhte sich nur um knapp fünf Prozent. "Ohne Osteuropa sähen die Zahlen noch trauriger aus", sagt Küssner. Für das schlechte Abschneiden macht er den Reformstau und das schwache Wirtschaftswachstum in Europa verantwortlich. "Diese Faktoren machen es Investoren schwer, Vermögen aufzubauen", so Küssner (als ob er nicht großzügig seine und die Hilfe von Merrill Lynch anbieten würde). Das werde sich auch in Zukunft kaum ändern. "Für Reiche in Europa wird es im immer schwieriger werden", prognostizierte der sogenannte Experte.

Schwer haben es nach wie vor auch die Reichen in Deutschland. Trotz Aktienhausse und steigender Produktivität konnten sie ihr Vermögen auch im vergangenen Jahr kaum mehren. "Die hohe Steuerlast, der überregulierte Arbeitsmarkt und das geringe Vertrauen der Verbraucher wirken wie ein Hemmschuh", konstatiert Küssner. In 2005 zählten die Verfasser in Deutschland lediglich 7000 neue Dollar-Millionäre.
Man könnte ja heulen wegen der ach so armen Reichen!

Das Ganze toppt Küssner mit folgender Erklärung: "Zwischen Wirtschaftswachstum und der Zahl der Millionäre besteht eine hohe Korrelation." Schon der erste Satz im (ansonsten ungeheuer ausführlichen) Wikipedia-Artikel zur Korrelation heißt es: "Die Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehr statistischen Variablen. Wenn [Korrelation] besteht, ist noch nicht gesagt, ob eine Größe die andere kausal beeinflusst, ob beide von einer dritten Größe kausal abhängen oder ob sich überhaupt ein Kausalzusammenhang erfolgern lässt." Und das ist zwischen Wirtschaftswachstum und der Zahl der Millionäre absolut der Fall! So wächst bestimmt nicht die Wirtschaft, wenn wir alle zusammenlegen und unser Geld einigen Reichen geben würden. Umgekehrt würde die Wirtschaft überdurchschnittlich wachsen, wenn die Superreichen mal ihr Geld in die Realwirtschaft investieren würden. Da sie dabei sogar ärmer würden, wäre die Korrelation auf einmal umgekehrt. Weiterhin ist seit Ludwig Erhardt Wirtschaftswachstum mit Wohlstand für alle verknüpft. Wenn das Wirtschaftswachstum sich besonders bei den Reichen auswirkt - wie es eben gegenwärtig geschieht -, so ist dies nicht einfach nur eine Korrelation; es ist vor allem eine Fehlentwicklung!

Küssner addiert: "Das Gesamtvermögen der Reichen ist im vergangenen Jahr weltweit um 8,5 Prozent auf 33,3 Billionen Dollar angestiegen." Dies ist die Erklärung für das schwache Wirtschaftswachstum! Wenn die "Investoren" nur noch in den Finanzmärkten aktiv werden ("Als kluger Schachzug erwies sich dabei die Wahl risikoreicher Anlagen. So schichteten Millionäre ihre Gelder im vergangenen Jahr vermehrt in Aktien und Alternative Investments um, wobei sie Private Equity gegenüber Hedge-Fonds klar den Vorzug gaben. Hedge-Fonds hatten über einen längeren Zeitraum eher magere Renditen abgeworfen."), dann investieren sie nur in finanzgetriebene Pseudo-Ziele, in Kapitalrenditen, die, wie wir gerade erst wieder am Beispiel der Allianz (Allianz will bis 2008 rund 7.500 Stellen abbauen: Mit den angekündigten Neuordnungen hält die Allianz zugleich an ihren Finanzzielen für das laufende Jahr und die Jahre darauf fest.) sehen, hauptsächlich durch Wirtschaftsabbau gelöst werden, weil für den gemeinen Betriebswirt kein Unterschied besteht zwischen Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur und Personalabau - außer vielleicht dem, dass letzterer leichter und schneller zu bewerkstelligen ist.


Die WELT-Artikel:
Zahl der Millionäre weltweit gestiegen
Weltweit wächst Zahl der Millionäre rasant
Millionäre kehren Europa den Rücken
26.6.06 00:24
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag, Alles Einstellungssache!, Wieder kein Sozialicket!


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Freidenker (23.7.06 23:20)
Ich musste fast kotzen als ich dieses Geseier von dem Marktforschungswichtigtuer gelesen habe. Dem fehlen offenbar grundlegende volkswirtschaftliche Kenntnisse. Der Nutzen einer Volkswirtschaft ist ja schließlich umso höher, je gleichmäßiger das Einkommen verteilt ist. Ob ein Millardär eine Million im Jahr mehr oder weniger verdient juckt keinen, aber wenn die Million auf 100 "arme" verteilt würde... die "Armen" haben ja sowieso die höhere Konsumquote. Was wiederum die Binnenkonjunktur ankurbeln würde...


Manfred / Website (24.7.06 09:14)
Es geht mir in dem Artikel weniger um volkswirtschaftliche Aspekte, als vielmehr darum, dass der Sinn für die Realität völlig verloren gegangen ist. Geld-Reichtum ist kein Segen, sondern ein Schaden! Der Glaube an Geld-Reichtum ist keine Tugend, sondern eine Krankheit! Geld ist ein Tauschmittel; wer viel Geld hat (und da meine ich nicht erst Geldberge in Gates-Dimensionen), hat dies nur im Austausch gegen die Armut Vieler zusammengerafft! Wem nichts einfällt, gegen das er sein Geld eintauschen kann, ist arm! Wer, um es loszuwerden, gar so viel gegen sein blankes Geld eintauschen müsste, dass den Geld-Armen auch noch ihre materiellen Güter weggenommen werden würden, ist ein Verbrecher!

Die Binnenkonjunktur kann ruhig so bleiben wie sie ist; sie müsste allenfalls ein wenig umgeschichtet werden, damit alle etwas von unserem gesellschaftlichen Reichtum haben.
Sie kann meinetwegen aber auch abnehmen. Der Konsum ist eigentlich zu hoch. Wer das Faktum unserer Überbevölkerung nicht an der Zahl der Menschen festmachen will oder kann, möge es einfach an den ausbeutbaren Fischpopulationen der Weltmeere festmachen. Die nehmen nämlich rapide ab.

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