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SPIEGEL outet sich als Wirtschaftsanalphabet

Bei Twitter kam heute der folgende Tweet von SPIEGEL_alles rein: Trotz Krise: Mindestlöhne steigen in den meisten EU-Staaten... - http://tinyurl.com/m5dvzz. Ich war völlig perplex. Bezahlte Journalisten - und so dumm? Nach einem ReTweet RT: @SPIEGEL_alles: Trotz Krise: Mindestlöhne steigen in den meisten EU-Staaten - http://tinyurl.com/m5dvzz WIESO TROTZ? Löhne sind Kaufkraft! wandte ich mich mit zwei Tweets noch direkt an SPIEGEL_alles: Liebe @SPIEGEL_alles -Redaktion! Seid Ihr so blöd oder was steckt dahinter? NATÜRLICH steigen Mindestlöhne in der Krise! und .@SPIEGEL_alles Das ist die in einer Krise nötige antizyklische Nachfragestimulation. Kapiert Ihr GAR NICHTS von Wirtschaft?

Der Artikel bei SPIEGEL Online wird "yes/Reuters/dpa" zugeschrieben. Die Referenz "yes" entdecke ich hier m.E. zum ersten Mal. Ist das ein Journalist beim SPIEGEL oder ein Pressedienst? Egal, wenn der SPIEGEL etwas auf sich halten würde, hätte dieser Artikel oder zumindest die Überschrift nicht so im Online-Angebot erscheinen dürfen!

Darin wird die Bilanz des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) vorgestellt, der zufolge 14 von 27 EU-Ländern im Jahr 2009 "trotz Wirtschaftskrise" ihre Mindestlöhne angehoben haben (wenn auch gedämpft gegenüber den Vorjahren - aber das kann ja auch eine Konsequenz aus dem deutschen Lohndumping sein).

Man "nutzt" die Gelegenheit, der seit längerem erhobenen Forderung des DGB nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro je Stunde in Deutschland die Befürchtung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) entgegenzustellen, dass dies einen Stellenabbau nach sich ziehe. "Ein Mindestlohn von 7,50 Euro bedeutet, dass für 11,5 Prozent der Arbeitnehmer die Löhne steigen", zitiert der SPIEGEL den IW-"Experten" Hagen Lesch. Das erhöhe die Personalkosten für viele Unternehmen. "Dann besteht die Gefahr, dass die entlassen werden, die am wenigsten produktiv sind und denen der Mindestlohn eigentlich zugutekommen soll: die Geringqualifizierten." Das ist natürlich blühender Unsinn, denn 1. würden ja sehr, sehr viele Niedriglöhner davon profitieren, während - dem Szenario zufolge - nur einige wenige entlassen würden, und 2. sorgt die erhöhte Kaufkraft bei den (bisherigen) Niedriglöhnern für eine permanent erhöhte Nachfrage, die das Szenario abmildert und Entlassungen damit (teilweise?) überflüssig macht. WSI-Experte Thorsten Schulten hält entsprechend dagegen: "In der Krise leisten die Mindestlöhne einen wichtigen Beitrag zur Stabilität von Lohneinkommen und wirken zugleich als Deflationsbremse." Auf das Argument der Kaufkraftstärkung im Konsumsegment verzichtet der gewerkschaftsnahe Experte sogar. Vielleicht meint er, man könne es sich ja dazudenken...

Das Ganze ging dann an die NachDenkSeiten, die es hoffentlich am Donnerstag bringen!


So sieht's aus mit den Mindestlöhnen in Europa [EUR]:

Luxemburg    9,73
Frankreich     8,82
Irland            8,65
Niederlande   8,58
Belgien          8,41
Großbritannien   6,41
Griechenland    4,28
Spanien         3,78
Malta             3,67
Slowenien      3,45
Portugal          2,71
Tschechien      1,77
Estland            1,73
Slowakei         1,70
Polen              1,65
Lettland          1,47
Ungarn           1,43
Litauen           1,40
Rumänien       0,83
Bulgarien        0,71

Quelle: WSI
26.8.09 20:51
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag, Alles Einstellungssache!, Wieder kein Sozialicket!


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