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Rita Knobel-Ulrich strikes again!

Entweder reicht es Rita Knobel-Ulrich nicht mehr nur die ARD heimzusuchen oder das Erste hat ihr neues Machwerk dankend abgelehnt: Eben zeigte das ZDF einen Film rund um das Thema "Schwarzarbeit" von der berüchtigten Rita Knobel-Ulrich. Mir schwante ja schon Übles, als der Name der Autorin eingeblendet wurde. Und tatsächlich wurde es wieder nahezu unerträglich. Hier meine Reaktion an zuschauerredaktion[at]zdf.de:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ärgere mich zutiefst über die eben erfolgte Ausstrahlung einer erschreckend unseriösen ZDF.reportage von Rita Knobel-Ulrich! Schon der Titel weckte mein Misstrauen: "Volkssport Schwarzarbeit - Fleißig am Fiskus vorbei". Markige Slogans statt neutraler Information! Gleich als nächstes folgt ein Hinweis auf den Grund dieser Geschmacklosigkeit: Der Film ist von Rita Knobel-Ulrich, die dafür bekannt ist, tendenziöses Skandalmaterial statt dem Sendungsreihentitel entsprechende journalistische Arbeit abzuliefern. Die beschämend sozialdarwinistischen Hartz-IV-Sendungen von Knobel-Ulrich machten eindringlich klar, dass die Frau mit seriöser journalistischer Arbeit ein Problem hat. Warum wird dieser Frau überhaupt noch ein Forum geboten? Ihre Betätigung in - zumindest den öffentlich-rechtlichen - Medien gehört durch sorgfältige Ignoranz ihrer Angebote ausgetrocknet!!

Das gesendete Material entsprach meinen Befürchtungen weitgehend. Zwar blieben die reinen Reportage-Anteile für Knobel-Ulrichs Verhältnisse ausgesprochen neutral, wirkten die Interview-Situationen nicht nur typisch, sondern waren (im Gegensatz zum Titel) sogar ausgewogen zwischen "Schwarzarbeitern" und Auftraggebern, zumal sich die befragten Fachkräfte vom Zoll mit der Antwort auf die Frage nach ihrer Bewertung wohltuend (und professionell) zurückhielten. Aber in Sachen journalistischer Bewertung im politischen Umfeld des ökonomischen Phänomens Schwarzarbeit, des Problems Schwarzarbeit für die Sozialversicherungssysteme, der Lohnniveaus speziell im gesamten Niedriglohnbereich und den menschenunwürdigen Verhältnissen in Hartz IV und MigrantInnenausbeutung sowie den daraus resultierenden sozialen Spannungen sowie den daraus wiederum folgenden Konsequenzen für die Politik versagt Rita Knobel-Ulrich auf ganzer Breite!

So fehlt jede Quelle für ihre Angabe, dass rund 345 Milliarden Euro pro Jahr in der "so genannten Schattenwirtschaft" erwirtschaftet würden und wie dies einem Umfang von einem Sechstel des regulären Wirtschaftsumsatzes entsprechen könne (und warum niemand - außer Knobel-Ulrich - sich um dieses Ausmaß an Schattenwirtschaft bemüht). Es fehlt jede Reflektion darüber, warum man das Phänomen wohl "Schattenwirtschaft" nennt. Man vermisst eine Einlassung auf die entscheidende(n) Aussage(n) im Film, dass sich eine Friseurin mit 12 Euro Stundenlohn einen Handwerker mit 53 Euro Stundenlohn wohl nicht leisten könne und die hohen Abgaben an diem niedrigen Lohn Schuld seien (obwohl natürlich der niedrige Bruttolohn verantwortlich ist), die geeignet gewesen wäre(n), der Reportage eine entscheidende Richtungsänderung zu verpassen, denn mit einem spaßigen oder zumindest physiologisch nützlichen "Volkssport" hat die Schwarzarbeit ganz offenbar nichts zu tun! Die PraktikantInnen und (soweit erkennbar: regulären) Hartz-IV-Aufstocker passen überhaupt nicht zum reißerischen "Schwarzarbeit"-Sujet, weil lediglich - politisch skandalös vorgesehene - materielle Not ausgeglichen wird; dieser Skandal aber wird nicht im mindesten thematisiert!

Aber wie auch? Es ist ja nur ein Film von Rita Knobel-Ulrich! Die Frau hat keine Empathie für ihre InterviewpartnerInnen und keinen Sinn für die politischen Dimensionen ihrer Themen!!

Nie wieder Filme von Rita Knobel-Ulrich im ZDF, bitteschön!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl
30.9.12 21:54
 
Letzte Einträge: Entschuldigung, Einladung zur Gerichtsverhandlung, Schwarzfahrer-Demo am Donnerstag, Alles Einstellungssache!


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gabriela Catania (11.4.13 01:40)
Sie haben völlig recht. Ich sah sie bei Anne Will in der
heutigen Talkshow (10.3.13). Eine unerträgliche, unsachliche, exaltierte Person, die herumfuchtelt und
Grimassen schneidet. Sehr unsympathisch. Wieso wird
so jemand eingeladen? Glücklicherweise kam sie nicht so
oft zu Wort! Gabriela Catania, Colico (Italia)


Karl / Website (11.4.13 11:29)
Ja, ja - wenn jemand den Mut hat, wie Frau Doktor Knobel-Ulrich, mal unbequeme Wahrheiten zu dokumentieren, heulen gewisse Herrschaften auf...


Manfred / Website (11.4.13 12:22)
Moin, Karl! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Also einfach nochmal meinen Blogbeitrag lesen und dieses Organ benutzen, das einem helfen soll, Wörter und Sprache zu verarbeiten (für Doofe: das Gehirn), um zu erkennen, dass Knobel-Ulrich nicht Mut, sondern Feigheit an den Tag legt und nicht Wahrheiten dokumentiert, sondern Potemkin'sche Fassaden zum Zwecke der Volksverdummmung produziert bzw. reproduziert. Wie man an Dir sehen kann, wirkt die Verdummung schon!


Daniel (12.4.13 07:24)
Lieber Karl. Populismus ist das Gegenteil von Mut. Die Positionen die Frau knobel vor sich herschiebt unterbieten noch das Bildzeitungsniveau und es sind eben keine "unangenehmen Wahrheiten" sondern kontrafaktische Behauptungen die Leute gerne glauben. Mutig wäre zum Beispiel zuzugeben das es heute, wie vor tausend Jahren, Menschen gibt die zu regulärer Arbeit nicht fähig sind. Die sind nicht alle "krank". Sie lösen sich mit noch so viel "Fördern und/oder Fordern" und Bildung und tralala nicht einfach in Luft auf. Im moment sprechen wir in deutschland zurecht von: "Vollbeschäftigung". Wer dann trotzdem noch den stumpfen Uralten Populismus bedient "die Arbeitslosen sind an der Arbeitslosigkeit schuld", wie Frau-Lügenbeutel es tut. Der ist KEIN seriöser Journalist.


(14.4.13 18:18)
Warum werden denn bei allen Kommentaren die E-Mail-Adressen öffentlich angezeigt?
Das birgt aber eine große Spam-Gefahr.

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